Freitag, 21. April 2017
alter text von hier
gerade in ein paar blogs und davor der heutigen agenda der hiesigen schweinemistfabriken von A bis SZ rumgelesen und wieder mal die Erfahrung gemacht, dass auch und gerade so was aphysikalisch abstraktes wie text nicht nur ähnlich wirken kann wie sogenannte Lebens- und Genussmittel, sondern eben nicht nur ähnlich sondern ziemlich genau so effektiv wirkt. Kaum hast du paar Zeilen von irgendeinem dumpfbackigen spon-Hausphrasendrescher im Kopf oder so eine koexistenziell "Regression!,Regression! brüllende Momentaufnahme aus so einem Bio-Logbuch irgendeiner ebenso verhaltensgestört wie kommunikativ durchs Angestelltenleben irrenden Tochter aus dem alten Mittelbau der alten Deutschland A.G., und du hast den üblen Geschmack von etwas Schlechtem, für einen nicht Richtigem, offenbar falsch gemachtem kurzum: von einer völlig verpfuschten Sache im Mund und – du merkst wie dir auch langsam aber sicher schlecht werden wird, wenn du das Zeug nicht sofort wegklickst und zu den Seiten, die eben nicht Müll sind, sondern tatsächlich interessant. Bei Büchern gings mir immer schon so. Deshalb hab ich mir bisher nur an die 20, maximal 30 gekauft und auch nur ein paar hundert wirklich gelesen; mindestens ebenso viele habe ich nach 10 Seiten, und zahllos viele schon nach dem ersten absatz sofort weg gelegt oder geschmissen, weil das, was mir da einer oder eine zwischen zwei Buchdeckeln auftischen wollte schlicht und einfach unerträglich oder selbstgefälliger Literaten-Quatsch war, und auch noch auf unerhört dumme Art bemüht, über genau diese eine einzige ihm genuine Eigenschaft und Existenzgrundlage hinwegzutäuschen bzw. zu lügen. Bei den Netzsachen konnte ich anfangs – also ab mitte der 90er, als mit den e-mails und sms dieses neue digitale Medien-Ding, das dem großen theoretischen Begriff Massenkommunikation endlich mal wirklich praktisch entsprochen hat und seither auch gerecht wird, binnen kürzester Zeit explodiert ist - natürlich nicht genug kriegen, denn da war natürlich alles erst mal nur neu und Form und Technik und also sinnvoll, sogar die hanebüchsten Blödheiten, langweiligsten Genesen, reaktionärsten Reflexionen, die da die aufbrechenden virtuellen Schreiber-Iche in ihre Rechner hackten. Mit der Zeit und spätestens seit Ausbruch der Big Krise 2007, als und mit der auch die sogenannten Blogs flächendeckend durchgesetzt und damit – wie zuvor der Rundfunk, das Fernsehen, der Deutsche Film, eben auch als Medium "von Deppen für Deppen" etabliert sind, gehts mir auch vor den Websites wie seinerzeit mit den Büchern. Was ich schlecht finde, finde ich nicht bloß schlecht, sondern schlicht unerträglich, ungesund und auf die Dauer Gift für meine Psyche. Natürlich nicht so arg und schlimm wie Haschpsychosen, ein schlechter Trip oder das Schnapsbesäufnis mit hartem billigem Fusel, aber fast und – anders sowie im Gegensatz zu diesen per Drugabuse induzierten Rauschzuständen, operiert die schlechte Wirkung von schlechtem Text nicht temporär, sondern permanent. "Gehypt und bleibt!" wie die Werbetexter sagen würden, wenn sie aus berufsbedingter Blindheit gegenüber echt jeder einzelnen schillernden Facette dessen, was richtiger Text ist, dieses Phänomen seiner eben genauso facettenreich einschlägigen Wirkungen erkennen könnten; aber PR-Fuzzis heißen ja genau deshalb PR-Fuzzis, weil sie außer "einschlägig", "Thema" und der Frage "Was machts?" ja überhaupt keine Ahnung von dieser Materie haben und schon gar nicht begreifen oder verstehen können, was so ein richtiger oder gar richtig guter Text in und mit einem Menschen anrichten kann und sowie oder was dieser geballte Scheißdreck eben anrichtet, den sie, aber eben nicht nur sie, sondern eben auch Nobelpreisträger in die Welt setzen und durch die Kanäle schleudern lassen. Und nachdem es sowas wie Kritik seit 1991 in diesem Land bekanntlich nicht mehr gibt als sog. Öffentlichkeit und deshalb niemand mehr darüber spricht, was so tagaus tagein im minutentakt publiziert wird, außer eben den Fuzzis und Frizzen bleibt einem am (anderen) Ende (der Herausgabe sowie der Zweit- und Drittverwertungsketten) der sogenannten zivilisationsästhetischen Produktion nur Intuition, der eigene persönliche Geschmack und – nein, nichts und! Es sind Geschmacksfragen. Anders lässt sich gegenwärtig Text nicht rezip- und auch kritisieren. Und deshalb wäre es mehr als gescheit, sich seinen Geschmack – so einer einen überhaupt noch hat oder je hatte – nicht verderben zu lassen, nicht wahr, so Oehler, so Karrer zu mir auf dem Weg von der Reichenbachbrücke zur Wittelbacherbrücke.
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gerade in ein paar blogs und davor der heutigen agenda der hiesigen schweinemistfabriken von A bis SZ rumgelesen und wieder mal die Erfahrung gemacht, dass auch und gerade so was aphysikalisch abstraktes wie text nicht nur ähnlich wirken kann wie sogenannte Lebens- und Genussmittel, sondern eben nicht nur ähnlich sondern ziemlich genau so effektiv wirkt. Kaum hast du paar Zeilen von irgendeinem dumpfbackigen spon-Hausphrasendrescher im Kopf oder so eine koexistenziell "Regression!,Regression! brüllende Momentaufnahme aus so einem Bio-Logbuch irgendeiner ebenso verhaltensgestört wie kommunikativ durchs Angestelltenleben irrenden Tochter aus dem alten Mittelbau der alten Deutschland A.G., und du hast den üblen Geschmack von etwas Schlechtem, für einen nicht Richtigem, offenbar falsch gemachtem kurzum: von einer völlig verpfuschten Sache im Mund und – du merkst wie dir auch langsam aber sicher schlecht werden wird, wenn du das Zeug nicht sofort wegklickst und zu den Seiten, die eben nicht Müll sind, sondern tatsächlich interessant. Bei Büchern gings mir immer schon so. Deshalb hab ich mir bisher nur an die 20, maximal 30 gekauft und auch nur ein paar hundert wirklich gelesen; mindestens ebenso viele habe ich nach 10 Seiten, und zahllos viele schon nach dem ersten absatz sofort weg gelegt oder geschmissen, weil das, was mir da einer oder eine zwischen zwei Buchdeckeln auftischen wollte schlicht und einfach unerträglich oder selbstgefälliger Literaten-Quatsch war, und auch noch auf unerhört dumme Art bemüht, über genau diese eine einzige ihm genuine Eigenschaft und Existenzgrundlage hinwegzutäuschen bzw. zu lügen. Bei den Netzsachen konnte ich anfangs – also ab mitte der 90er, als mit den e-mails und sms dieses neue digitale Medien-Ding, das dem großen theoretischen Begriff Massenkommunikation endlich mal wirklich praktisch entsprochen hat und seither auch gerecht wird, binnen kürzester Zeit explodiert ist - natürlich nicht genug kriegen, denn da war natürlich alles erst mal nur neu und Form und Technik und also sinnvoll, sogar die hanebüchsten Blödheiten, langweiligsten Genesen, reaktionärsten Reflexionen, die da die aufbrechenden virtuellen Schreiber-Iche in ihre Rechner hackten. Mit der Zeit und spätestens seit Ausbruch der Big Krise 2007, als und mit der auch die sogenannten Blogs flächendeckend durchgesetzt und damit – wie zuvor der Rundfunk, das Fernsehen, der Deutsche Film, eben auch als Medium "von Deppen für Deppen" etabliert sind, gehts mir auch vor den Websites wie seinerzeit mit den Büchern. Was ich schlecht finde, finde ich nicht bloß schlecht, sondern schlicht unerträglich, ungesund und auf die Dauer Gift für meine Psyche. Natürlich nicht so arg und schlimm wie Haschpsychosen, ein schlechter Trip oder das Schnapsbesäufnis mit hartem billigem Fusel, aber fast und – anders sowie im Gegensatz zu diesen per Drugabuse induzierten Rauschzuständen, operiert die schlechte Wirkung von schlechtem Text nicht temporär, sondern permanent. "Gehypt und bleibt!" wie die Werbetexter sagen würden, wenn sie aus berufsbedingter Blindheit gegenüber echt jeder einzelnen schillernden Facette dessen, was richtiger Text ist, dieses Phänomen seiner eben genauso facettenreich einschlägigen Wirkungen erkennen könnten; aber PR-Fuzzis heißen ja genau deshalb PR-Fuzzis, weil sie außer "einschlägig", "Thema" und der Frage "Was machts?" ja überhaupt keine Ahnung von dieser Materie haben und schon gar nicht begreifen oder verstehen können, was so ein richtiger oder gar richtig guter Text in und mit einem Menschen anrichten kann und sowie oder was dieser geballte Scheißdreck eben anrichtet, den sie, aber eben nicht nur sie, sondern eben auch Nobelpreisträger in die Welt setzen und durch die Kanäle schleudern lassen. Und nachdem es sowas wie Kritik seit 1991 in diesem Land bekanntlich nicht mehr gibt als sog. Öffentlichkeit und deshalb niemand mehr darüber spricht, was so tagaus tagein im minutentakt publiziert wird, außer eben den Fuzzis und Frizzen bleibt einem am (anderen) Ende (der Herausgabe sowie der Zweit- und Drittverwertungsketten) der sogenannten zivilisationsästhetischen Produktion nur Intuition, der eigene persönliche Geschmack und – nein, nichts und! Es sind Geschmacksfragen. Anders lässt sich gegenwärtig Text nicht rezip- und auch kritisieren. Und deshalb wäre es mehr als gescheit, sich seinen Geschmack – so einer einen überhaupt noch hat oder je hatte – nicht verderben zu lassen, nicht wahr, so Oehler, so Karrer zu mir auf dem Weg von der Reichenbachbrücke zur Wittelbacherbrücke.
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