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Mittwoch, 30. Dezember 2009
ZWISCHEN DEN JAHREN – BILDER
the great gate, 23:39h
PHOTOGRAPHIEN VON PETER ZÖLLER

beach

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Dienstag, 29. Dezember 2009
ZWISCHEN DEN JAHREN – Texte
the great gate, 15:15h
"Obama noch irrer als Bush und andere Absonderlichkeiten“, titelte der bekannte Blogger Don Alphonso, a.k.a. donalphons, vergangenen
Samstag, 26. Dezember 2009, 20:12, um anschließend seinen Lesern zu erklären, ich zitiere:
„Ein alte Weisheit im Nachrichtengeschäft geht so: Sage es zu Weihnachten, da kriegen es nur die wenigsten mit. Und von den USA über Japan bis zu den Deutschen scheint man sich daran zu halten. Stunden unangenehmer Halb- oder Viertelwahrheiten zu stiller Nacht, wo keine Rebellion zu erwarten ist.
In den USA hat man bekanntlich "Change" und Obama gewählt, um die Finanzkrise zu beenden. Nun rennen bei Obama ja so einige wallstreetnahe Figuren rum, und wie es aussieht, wissen die genau, wie die das Platzen der Immobilienblase aufhalten wollen: Mit dem Aufblasen der nächsten Immobilienblase. Die Kreditfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac können ab sofort Verluste in unbegrenzter Höhe beim Staat geltend machen. Unter Bush hat man diese Fässer ohne Boden wenigstens nur gerettet, wenn es "unumgänglich" war - etwa, um mit Krediten spekulierende Wallstreetbankster vor Verlusten zu schützen. So, wie es jetzt läuft, ist es eine Einladung für Bankster, Immobilienhaie und andere Finanzmarktkriminelle, wieder fröhlich auch an die Schwächsten Kredite zu vergeben, wertlose Häuser an Leute verkaufen...“ –
und so weiter und so fort, ich erspare mir, den Rest zu zitieren. Wer die komplette Übung in moralischer Empörung eines sich in der FOTZ als Stütze der Gesellschaft bewährenden Medien-Journalisten nachvollziehen will, findet sie als Beitrag gepostet unter:
http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1552400/#comments
Einen kurzen Kommentar dazu – und einen nicht so kurzen Kommentar zur Replik des Kommentars von Don Alphonso gibt es nun hier, weil ich dem guten Mann nicht unnötig auf die Nerven gehen will, jedenfalls nicht in seinem Wohnzimmer, und schon gar nicht, wenn es ihm wegen – ich vermute – einer schweren Erkältung in seinen Gefilden nicht wirklich gut geht, momentan.
Also auf geht´s zum Rückblick in den Rebellmarkt-Blog:
„the great gate, Sonntag, 27. Dezember 2009, 04:40
Ich fürchte,
du gehst einem Fake auf den Leim. Die zwei Hypos sind schon nicht nur seit Jahren pleite, sondern ganz offiziell und regelkonform "verstaatlicht". Das weiß jeder, der nicht nur Spiegel und Bild liest. Wenn dich die Geschichte mit dem Geld und dem Kapitalismus und dem Staat called Vereinigte Staaten von Amerika wirklich interessiert, dann recherchier halt, wann die Banken&Versicherungsgeld-Unterstützungsprogramme tatsächlich auslaufen (offizielles Datum seit Beschluss Herbst 08 ist bislang Ende März, also erstes Quartal 2010) oder eben, ob wer, wie was wirklich verlängert. Alles andere ist Bullshit bzw. Quatsch von desinformierten Zeitungslesern für desinformierte Zeitungsleser. Guten Rutsch
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donalphons, Montag, 28. Dezember 2009, 11:31
Wenn ich gesünder wäre, würde mir sicher eine passende Zurückweisung einfallen.
... link "
Zitat Rebellmarkt-Blog Ende. Und dann:
Wenn, ja wenn der Hund nicht geschissen hätte und der deutsche Pfandbrief den hiesigen Standortpflegern nicht so große Sorgen um ihr Standing machen würde, dass sie nach den toten Zeitungs-Enten nun auch noch den Westerwelle zum „großen Staatsmann“ aufblasen müssen, der – hoho – den Amis ungefragt schlechte Führungszeugnisse im Fach Klimaschutz und Weltkrieg-für-Friedenspolitik ausstellt. Warum nur? Gibt ´s hier auch nur einen erwachsenen Leser, der ernsthaft der Meinung sein kann, das Kabinett Merkel würde auch nur daran denken, die im NATO-Rat und auf dem G20 Gipfeln vereinbarten und in der „kleinen Lage-Besprechung“ zwei mal wöchentlich bestätigten Politik-Richtlinien zur „Lösung“ der „Probleme“ in „Afghanistan“, im „CO2-Emissionshandel“, in den nationalen „Außenhandelsbilanzen“ oder einem anderen populären Stereotyp staatstragender Regierungspropaganda auch nur in Frage zu stellen, wie das von so PR-Witzfiguren behauptet wird, die in vor der Insolvenz stehenden Firmen wie dem SPIEGEL oder der SZ für die Leitartikel zuständig sind? Also „ich glaube das nicht, Tim“, um hier mal kurz und bündig den Sidekick einer populären US-Handwerker-TVSoap zu zitieren, anstatt solche pennälerhaften Machtphantasien angestellter Lautsprecher einer mit neuem Selbstbewusstsein antretenden deutschen Außenpolitik ebenso pennälerhaft auch noch hier im Netz weiterzukolportieren. Und um zur Frage zurückzukommen, warum nur? Warum nur sind die hiesigen Zeitungen unserer Großverlage voller Meldungen über das schlechte Krisenmanagement der Obama-Administration und flotten Sprüchen nassforscher Guidos und dumpfbackiger von und zu Guzzis? Womöglich um die Damen und Herren Anleger von der ins Gerede gekommenen Bonität ihrer Hausbanken und Schuldenkaiser zu überzeugen?
Dir, Alphonso, gute Besserung. Den PR-Fuzzis, dass ihnen ihr in die Welt geblasenes Propagandagewichse spätestens in London wie ein nasser Spermasack ins Gesicht zurückgeschlagen wird – mit einem Schuss Schlagoberst Klein, wenn der metaphorische Ausrutscher erlaubt ist. Nix für ungut. Und weiterhin guten Rutsch bei hoffentlich besserer Gesundheit ins kommende Jahr
Samstag, 26. Dezember 2009, 20:12, um anschließend seinen Lesern zu erklären, ich zitiere:
„Ein alte Weisheit im Nachrichtengeschäft geht so: Sage es zu Weihnachten, da kriegen es nur die wenigsten mit. Und von den USA über Japan bis zu den Deutschen scheint man sich daran zu halten. Stunden unangenehmer Halb- oder Viertelwahrheiten zu stiller Nacht, wo keine Rebellion zu erwarten ist.
In den USA hat man bekanntlich "Change" und Obama gewählt, um die Finanzkrise zu beenden. Nun rennen bei Obama ja so einige wallstreetnahe Figuren rum, und wie es aussieht, wissen die genau, wie die das Platzen der Immobilienblase aufhalten wollen: Mit dem Aufblasen der nächsten Immobilienblase. Die Kreditfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac können ab sofort Verluste in unbegrenzter Höhe beim Staat geltend machen. Unter Bush hat man diese Fässer ohne Boden wenigstens nur gerettet, wenn es "unumgänglich" war - etwa, um mit Krediten spekulierende Wallstreetbankster vor Verlusten zu schützen. So, wie es jetzt läuft, ist es eine Einladung für Bankster, Immobilienhaie und andere Finanzmarktkriminelle, wieder fröhlich auch an die Schwächsten Kredite zu vergeben, wertlose Häuser an Leute verkaufen...“ –
und so weiter und so fort, ich erspare mir, den Rest zu zitieren. Wer die komplette Übung in moralischer Empörung eines sich in der FOTZ als Stütze der Gesellschaft bewährenden Medien-Journalisten nachvollziehen will, findet sie als Beitrag gepostet unter:
http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1552400/#comments
Einen kurzen Kommentar dazu – und einen nicht so kurzen Kommentar zur Replik des Kommentars von Don Alphonso gibt es nun hier, weil ich dem guten Mann nicht unnötig auf die Nerven gehen will, jedenfalls nicht in seinem Wohnzimmer, und schon gar nicht, wenn es ihm wegen – ich vermute – einer schweren Erkältung in seinen Gefilden nicht wirklich gut geht, momentan.
Also auf geht´s zum Rückblick in den Rebellmarkt-Blog:
„the great gate, Sonntag, 27. Dezember 2009, 04:40
Ich fürchte,
du gehst einem Fake auf den Leim. Die zwei Hypos sind schon nicht nur seit Jahren pleite, sondern ganz offiziell und regelkonform "verstaatlicht". Das weiß jeder, der nicht nur Spiegel und Bild liest. Wenn dich die Geschichte mit dem Geld und dem Kapitalismus und dem Staat called Vereinigte Staaten von Amerika wirklich interessiert, dann recherchier halt, wann die Banken&Versicherungsgeld-Unterstützungsprogramme tatsächlich auslaufen (offizielles Datum seit Beschluss Herbst 08 ist bislang Ende März, also erstes Quartal 2010) oder eben, ob wer, wie was wirklich verlängert. Alles andere ist Bullshit bzw. Quatsch von desinformierten Zeitungslesern für desinformierte Zeitungsleser. Guten Rutsch
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donalphons, Montag, 28. Dezember 2009, 11:31
Wenn ich gesünder wäre, würde mir sicher eine passende Zurückweisung einfallen.
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Zitat Rebellmarkt-Blog Ende. Und dann:
Wenn, ja wenn der Hund nicht geschissen hätte und der deutsche Pfandbrief den hiesigen Standortpflegern nicht so große Sorgen um ihr Standing machen würde, dass sie nach den toten Zeitungs-Enten nun auch noch den Westerwelle zum „großen Staatsmann“ aufblasen müssen, der – hoho – den Amis ungefragt schlechte Führungszeugnisse im Fach Klimaschutz und Weltkrieg-für-Friedenspolitik ausstellt. Warum nur? Gibt ´s hier auch nur einen erwachsenen Leser, der ernsthaft der Meinung sein kann, das Kabinett Merkel würde auch nur daran denken, die im NATO-Rat und auf dem G20 Gipfeln vereinbarten und in der „kleinen Lage-Besprechung“ zwei mal wöchentlich bestätigten Politik-Richtlinien zur „Lösung“ der „Probleme“ in „Afghanistan“, im „CO2-Emissionshandel“, in den nationalen „Außenhandelsbilanzen“ oder einem anderen populären Stereotyp staatstragender Regierungspropaganda auch nur in Frage zu stellen, wie das von so PR-Witzfiguren behauptet wird, die in vor der Insolvenz stehenden Firmen wie dem SPIEGEL oder der SZ für die Leitartikel zuständig sind? Also „ich glaube das nicht, Tim“, um hier mal kurz und bündig den Sidekick einer populären US-Handwerker-TVSoap zu zitieren, anstatt solche pennälerhaften Machtphantasien angestellter Lautsprecher einer mit neuem Selbstbewusstsein antretenden deutschen Außenpolitik ebenso pennälerhaft auch noch hier im Netz weiterzukolportieren. Und um zur Frage zurückzukommen, warum nur? Warum nur sind die hiesigen Zeitungen unserer Großverlage voller Meldungen über das schlechte Krisenmanagement der Obama-Administration und flotten Sprüchen nassforscher Guidos und dumpfbackiger von und zu Guzzis? Womöglich um die Damen und Herren Anleger von der ins Gerede gekommenen Bonität ihrer Hausbanken und Schuldenkaiser zu überzeugen?
Dir, Alphonso, gute Besserung. Den PR-Fuzzis, dass ihnen ihr in die Welt geblasenes Propagandagewichse spätestens in London wie ein nasser Spermasack ins Gesicht zurückgeschlagen wird – mit einem Schuss Schlagoberst Klein, wenn der metaphorische Ausrutscher erlaubt ist. Nix für ungut. Und weiterhin guten Rutsch bei hoffentlich besserer Gesundheit ins kommende Jahr
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Samstag, 19. Dezember 2009
Melde mich zurück zu Dienst, MG!
elias.ellinger, 14:31h
Spätestens ab Dienstag Abend endet für mich die harte Fron, die man zwecks des leider nowendigen Tributs an den schöden Götzen Mammon zu entrichten hat, wenn man nicht verhungern will. Für dies Jahr zumindest. Also: "Servus die Madln, servus die Buam."
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Freitag, 18. Dezember 2009
Das Floß der Medusa
the great gate, 19:01h

Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Sagt wikipedia auf Seite http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Floss_der_medusa.jpg&filetimestamp=20081221004446
Wer trotzdem was dagegen hat, dass dieses Bild hier gezeigt wird, weil er eventuell diesbezügliche Eigentumsrechte geltend machen darf oder meint zu dürfen oder womöglich auch nur ein dummes Arschloch ohne Verstand dafür mit erstem und/oder zweitem Staatsexamen im Studienfach Jura ist, soll sich bei mir melden (Anschrift siehe Impressum), dann wird das Bild unverzüglich klaglos und ohne Widerrede wieder entfernt. Ich male mir zur Zeit sowieso eine Kopie, und sobald das erledigt ist können mich alle diesbezüglich urheberrechtlich anspruchsberechtigten dummen Arschlöcher dieser Welt ohnehin am Arsch lecken, weil ich dann mit meinem Floß der Medusa, das dann selbstverständlich Die modernen Floße der alten Medusa heißen wird tun und lassen kann was ich will, egal wie weit den dummen Arschlöchern dieser Welt das Wasser wg. täglich weiter wegbrechender Geschäftsmodelle über die Unterkante ihrer echten und virtuellen Oberlippenbärtchen swapt und steigt.
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Montag, 14. Dezember 2009
the great gate, 23:26h
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Donnerstag, 10. Dezember 2009
Momentaufnahme akut gelebter Staatskriminalität
the great gate, 14:45h
Kurzer Blick in die Unternehmensgeschichte dieser „wahren Perle“ der europäischen Bankenwelt, die wg. absoluter Narrenfreiheit offenbar völlig verrückt gewordene, aber zuverlässige Vollpfosten-Amigos um H. Schmidt und T. Berlin im Sommer 2007 mit einem Gewinn von rund 400 Millionen Euro in ihre privaten Schattullen der Bayerischen Landesbank angedreht haben – unter der wie bei solchen „Geschäften“ wie üblich großzügigen Obhut um nicht zu sagen im wohl verstandenen Auftrag der einschlägig bekannten Politprominenz aus dem Führungsgremium der Staatskanzlei und selbstverständlich beraten sowie „gestaltend begleitet“ von ebenfalls einschlägig talentierten Herren wie einem angeblichen Kreditrisiko-Experten Dr. Kemmer and last not least naturalmente ohne, dass ihre hausgemachten Dotterköpfe in der SZ Wirtschafts-, Bayern oder Politik-Redaktion auch nur ein ungutes Wort darüber verloren hätten.
Man lese und staune, um welchen zig milliardenschweren Scheißhaufen da zur Zeit in München, Klagenfurt und Wien "gerungen wird" :
Seit 2004 wird über Finanzaffären bei der Hypo Alpe-Adria berichtet. Im April 2004 meldeten die österreichische Wochenzeitschrift Format[4] und das österreichische WirtschaftsBlatt[5] dass der bekannte US-amerikanische Anwalt Ed Fagan eine Klage gegen die Bank vorbereitet. Ein New Yorker Gericht wies die Schadenersatzklage in Höhe von 100 Mill. Dollar jedoch ab.[6]
Im März 2006 schlug die BAWAG-Affäre in der österreichischen Öffentlichkeit hohe Wellen. Wenig später wurde bekannt, dass auch die Hypo Alpe-Adria-Bank durch Risikospekulationsgeschäfte einen für die Bank erheblichen Verlust in der Höhe von zirka 328 Millionen Euro in den Bilanzen berücksichtigen muss, was aber nicht zeitgerecht im Jahre 2004 erfolgt war. Auch in diesem Fall ermittelt die Finanzmarktaufsichtsbehörde. Ende März zog der Wirtschaftsprüfer Deloitte das Testat für die Bilanz 2004 zurück. Die FMA erstattete im April 2006 Anzeige gegen das Management der Hypo Alpe-Adria-Bank wegen Bilanzfälschung.
Um einer Amtsenthebung seitens der FMA zu entgehen, ist der bisherige Vorstandsvorsitzende Wolfgang Kulterer zurückgetreten und wechselte auf die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden der Bank. Diesbezüglich gab es aber ein Problem, da ein solcher Wechsel nach der Satzung der Bank ausgeschlossen war. Er wäre erst nach einer Wartezeit von drei Jahren möglich gewesen.[7] Am 18. August 2006 beschloss daraufhin der Aufsichtsrat der Kärntner Landesholding mit den Stimmen von BZÖ- und ÖVP-Vertretern eine Änderung der Satzung. Der entsprechende Corporate-Governance-Codex-Passus wurde aus der Banksatzung gestrichen und damit wurde der Wechsel von Kulterer in den Aufsichtsrat möglich.[8]
Im Juni 2007 wurden durch einen Rohbericht der österreichischen Nationalbank neue Ungereimtheiten bei der Hypo Group Alpe Adria bekannt. Diese reichen von mangelnder Einhaltung von Sorgfaltspflichten, dubiosen Liegenschaftsverkäufen, bis hin zum Verdacht der Geldwäsche.[9] Ein Sprecher des Kärntner Landeshauptmanns äußerte sich in einer ersten Stellungnahme am 18. Juni 2007 erleichtert, dass das Land Kärnten die Verantwortung für die Bank rechtzeitig losgeworden ist.
Affäre der Liechtensteiner Tochtergesellschaft [Bearbeiten]
Wie The Vancouver Sun,[10], das österreichische Nachrichtenmagazin Profil,[11] die Süddeutsche Zeitung,[12] und die Financial Times Deutschland[1] berichten, wurde die Hypo Alpe Liechtenstein AG, die bis Ende 2007 eine hundertprozentige Tochter der Hypo Group Alpe Adria gewesen war, in der kanadischen Provinz British Columbia vom Aktienhandel ausgeschlossen. Bereits im August 2007 berichtete The Vancouver Sun, dass die Finanzaufsichtsbehörde von British Columbia die Hypo Alpe Liechtenstein AG zeitweilig vom Handel ausgeschlossen habe.[13] Den Berichten zu Folge hat die Hypo Alpe Liechtenstein AG zwischen dem 1. November 2006 und dem 31. August 2007 mit „Spam-Aktien“ (so die Süddeutsche Zeitung) gehandelt. Die betreffenden Penny-Stocks waren in Spam-E-Mails zum Kauf angepriesen worden. Da die Hypo Alpe Liechtenstein AG auf Nachfrage der Finanzbehörden - und mit Verweis auf das Bankgeheimnis in Liechtenstein - nicht angeben wollte, in wessen Auftrag sie mit diesen Aktien gehandelt hatte, schloss die Finanzaufsichtsbehörde die Liechtensteiner Bank am 20. Mai 2008 „für alle Zeiten“ vom Wertpapier- und Devisengeschäft in British Columbia aus. Mittlerweile hält die HGAA nur noch einen Minderheitsanteil von 49 Prozent an der Liechtensteiner Tochtergesellschaft.
Das Magazin Profil wird dahingehend zitiert, dass es „in zivilisierten Teilen der Welt“ vermutlich einmalig sei, „dass einer Bank von einer Finanzaufsicht auf immer und ewig Wertpapiergeschäfte untersagt werden.“
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hypo_Group_Alpe_Adria
Man lese und staune, um welchen zig milliardenschweren Scheißhaufen da zur Zeit in München, Klagenfurt und Wien "gerungen wird" :
Seit 2004 wird über Finanzaffären bei der Hypo Alpe-Adria berichtet. Im April 2004 meldeten die österreichische Wochenzeitschrift Format[4] und das österreichische WirtschaftsBlatt[5] dass der bekannte US-amerikanische Anwalt Ed Fagan eine Klage gegen die Bank vorbereitet. Ein New Yorker Gericht wies die Schadenersatzklage in Höhe von 100 Mill. Dollar jedoch ab.[6]
Im März 2006 schlug die BAWAG-Affäre in der österreichischen Öffentlichkeit hohe Wellen. Wenig später wurde bekannt, dass auch die Hypo Alpe-Adria-Bank durch Risikospekulationsgeschäfte einen für die Bank erheblichen Verlust in der Höhe von zirka 328 Millionen Euro in den Bilanzen berücksichtigen muss, was aber nicht zeitgerecht im Jahre 2004 erfolgt war. Auch in diesem Fall ermittelt die Finanzmarktaufsichtsbehörde. Ende März zog der Wirtschaftsprüfer Deloitte das Testat für die Bilanz 2004 zurück. Die FMA erstattete im April 2006 Anzeige gegen das Management der Hypo Alpe-Adria-Bank wegen Bilanzfälschung.
Um einer Amtsenthebung seitens der FMA zu entgehen, ist der bisherige Vorstandsvorsitzende Wolfgang Kulterer zurückgetreten und wechselte auf die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden der Bank. Diesbezüglich gab es aber ein Problem, da ein solcher Wechsel nach der Satzung der Bank ausgeschlossen war. Er wäre erst nach einer Wartezeit von drei Jahren möglich gewesen.[7] Am 18. August 2006 beschloss daraufhin der Aufsichtsrat der Kärntner Landesholding mit den Stimmen von BZÖ- und ÖVP-Vertretern eine Änderung der Satzung. Der entsprechende Corporate-Governance-Codex-Passus wurde aus der Banksatzung gestrichen und damit wurde der Wechsel von Kulterer in den Aufsichtsrat möglich.[8]
Im Juni 2007 wurden durch einen Rohbericht der österreichischen Nationalbank neue Ungereimtheiten bei der Hypo Group Alpe Adria bekannt. Diese reichen von mangelnder Einhaltung von Sorgfaltspflichten, dubiosen Liegenschaftsverkäufen, bis hin zum Verdacht der Geldwäsche.[9] Ein Sprecher des Kärntner Landeshauptmanns äußerte sich in einer ersten Stellungnahme am 18. Juni 2007 erleichtert, dass das Land Kärnten die Verantwortung für die Bank rechtzeitig losgeworden ist.
Affäre der Liechtensteiner Tochtergesellschaft [Bearbeiten]
Wie The Vancouver Sun,[10], das österreichische Nachrichtenmagazin Profil,[11] die Süddeutsche Zeitung,[12] und die Financial Times Deutschland[1] berichten, wurde die Hypo Alpe Liechtenstein AG, die bis Ende 2007 eine hundertprozentige Tochter der Hypo Group Alpe Adria gewesen war, in der kanadischen Provinz British Columbia vom Aktienhandel ausgeschlossen. Bereits im August 2007 berichtete The Vancouver Sun, dass die Finanzaufsichtsbehörde von British Columbia die Hypo Alpe Liechtenstein AG zeitweilig vom Handel ausgeschlossen habe.[13] Den Berichten zu Folge hat die Hypo Alpe Liechtenstein AG zwischen dem 1. November 2006 und dem 31. August 2007 mit „Spam-Aktien“ (so die Süddeutsche Zeitung) gehandelt. Die betreffenden Penny-Stocks waren in Spam-E-Mails zum Kauf angepriesen worden. Da die Hypo Alpe Liechtenstein AG auf Nachfrage der Finanzbehörden - und mit Verweis auf das Bankgeheimnis in Liechtenstein - nicht angeben wollte, in wessen Auftrag sie mit diesen Aktien gehandelt hatte, schloss die Finanzaufsichtsbehörde die Liechtensteiner Bank am 20. Mai 2008 „für alle Zeiten“ vom Wertpapier- und Devisengeschäft in British Columbia aus. Mittlerweile hält die HGAA nur noch einen Minderheitsanteil von 49 Prozent an der Liechtensteiner Tochtergesellschaft.
Das Magazin Profil wird dahingehend zitiert, dass es „in zivilisierten Teilen der Welt“ vermutlich einmalig sei, „dass einer Bank von einer Finanzaufsicht auf immer und ewig Wertpapiergeschäfte untersagt werden.“
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hypo_Group_Alpe_Adria
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Montag, 7. Dezember 2009
ALFRED HRDLICKA
the great gate, 02:43h
Alfred Hrdlicka, großer Bildhauer, Kommunist und neben Helmut Qualtinger, Thomas Bernhard, H. C. Artmann, Hans Hölzl und ein paar Wenigen anderen eine, wenn nicht die letzte tatsächlich auch moralisch integere Gestalt unter den Kulturschaffenden der Republik Österreich ist vorgestern 81-jährig gestorben.
Damit hat die Bildhauerei nicht nur in Europa ihr Ende gefunden. Behaupte ich. Dass ohne den Alfred Hrdlcka in diesem uralten Metier und Handwerk nicht nur nichts besseres mehr nachkommt, sondern bestenfalls Ähnliches oder halt eben in der Regel bloß noch Kitsch nach Erfolgs-Schema F von Schweinepriestern für Schweinepriester geliefert wird, kann sich jeder am Beispiel dieses tollpatschigen Mozart-Gusses anschauen, mit dem sich ein Herr Markus selbsternannter Malerfürst Lüpertz, die Stadtverwaltung Salzburg in Kooperation mit den ihnen zuarbeitenden Kulturbetriebsnudeln ein geradezu brutal ehrliches Denkmal ihrer himmelschreienden Geschmack- und Talentlosigkeit errichtet haben.
Dass dem alte Hrdlcka in den letzten Jahren die Kraft ausging, mit der er mehr als sechzig Jahre lang ebenso unbeirrt wie unbestechlich die drei vier Grundwahrheiten über Leben und Tod, Menschen und die Verhältnisse, in denen sie gezwungen sind zu existieren mit Hammer und Meißel in den Granit gezeichnet hat, war an seinem Schweigen zu dieser demonstrativen Blödheit eines Piefke abzusehen, kann, darf und soll aber nicht heißen, dass die Art KRITIK und WISSEN, die dieser Mann verkörpert hat mit ihm gestorben ist. Im Gegenteil! Dass sich gebildete Menschen mit Sinn und Verstand an den Alfred Hrdlcka auch in zweihundert Jahren noch erinnern werden, wenn sich für Schein- und Schwindelexistenzen wie diesen korrupten Graf Lamsdorf und ihre windigen Kumpaneien nur noch ein paar Fachhistoriker für Neuere Deutsche Staatskriminalität interessieren, wenn überhaupt noch ein Hahn nach solchen zu Lebzeiten groß in Szene gesetzten professionellen Lügner und Betrüger kräht – oder fragt inzwischen auch nur ein Schwein nach Typen wie dem Herrn Brentano oder die seinerzeit Großer Staatsmann genannte Pfeife Möllemann – dafür lege ich meine Hand ins Feuer.
Und übrigens: Den Hosenscheißern dieser Welt ins Stammbuch geschrieben: Wenn ihr schon so smart seid und rumerzählt, dass ihr jetzt auch zu Tschibo geht und euch dort eure Fließ-Jacken kauft, vergesst doch mal kurz eure Blödheit und kauft euch mal richtigen Kaffee, zum Beispiel die Wiener Mischung von Tschibo – in eurer Welt und für Sparkassen-Konsumenten wie euch von Tschibo Wiener Melange getauft. Glaubt mir. Echt guter Kaffee. Und nicht nur eure Küchenwohnung, sogar das ganze Treppenhaus der Immobilie dessen Eigentümern ihr gern und selbstbewusst den modernen Sklaven macht (Dienstleistungs- aka Informationsgesellschaft), duftet. Und zwar ausnahmsweise fremd, nämlich nach Kaffee und nicht nach Hausstaub, Reinigungsmittel, Schweiß und Kinderkacke.
Leben [Bearbeiten]
Kindheit und Jugend [Bearbeiten]
Aufgewachsen ist Alfred Hrdlicka im anfangs „Roten Wien“, in der politisch unruhigen und von auch gewalttätigen Kämpfen zwischen sozialistischen und konservativen, zunehmend auch nationalsozialistischen Gruppierungen und Parteien geprägten Ersten Republik Österreich. Schon früh wurde er durch seinen Vater, einen Kommunisten und Gewerkschaftsfunktionär, für politische Fragen sensibilisiert. Bereits 1933, als Fünfjähriger, begleitete er ihn, der mehrmals verhaftet wurde, beim Verteilen von Flugblättern im Arbeiterbezirk Floridsdorf[1]. Mit sechs Jahren erlebte er eine erste Hausdurchsuchung, bei der er von der Polizei verprügelt wurde. Als Zehnjähriger war er Zeuge des „Anschlusses“ Österreichs an das Deutsche Reich.
Die Jahre der NS-Herrschaft und den Zweiten Weltkrieg überlebten sein Vater, der zeitweilig Zwangsarbeit in einer Strafkompanie der „Organisation Todt“ leisten musste, und er durch Abtauchen in die Illegalität. Alfred Hrdlicka entzog sich so 1944 dem Kriegsdienst. Bei einem befreundeten Zahntechniker, der ihn auch vorübergehend versteckte, konnte er eine zweieinhalbjährige Lehre machen. Sein älterer Bruder war als Soldat der Wehrmacht vor Leningrad gefallen.
Hrdlicka war ein talentierter Schachspieler. Das Spiel erlernte er während der illegalen Zusammenkünfte seines Vaters mit seinen Mitkämpfern in Kaffeehäusern und Beisln, wo er als Alibi bei Kontrollen diente. 1953 nominierte ihn Österreich für die Studenten-Schachweltmeisterschaft in Brüssel.
Studium und erste Erfolge [Bearbeiten]
Karl-Renner-Büste (Wien, 1967)
Von 1946 bis 1952 studierte Hrdlicka Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Albert Paris Gütersloh und Josef Dobrowsky. Darauf folgte von 1953 bis 1957, ebenfalls an der Akademie, ein Studium der Bildhauerei bei Fritz Wotruba. 1960 hatte er zusammen mit Fritz Martinz seine erste Ausstellung „Skulptur, Malerei und Grafik“ in der Wiener Zedlitzhalle.
International bekannt wurde er 1964, als er gemeinsam mit Herbert Boeckl Österreich auf der 32. Biennale in Venedig vertrat. 1966 erlebte Hrdlicka erstmals die Welt psychisch kranker Menschen. Er wurde von diesen Begegnungen dermaßen nachhaltig beeindruckt, so dass er sich fortan immer wieder mit dem Leid dieser Menschen, später mit Leid, Angst, Schmerz und der Bedrohung des Menschen schlechthin, künstlerisch auseinandersetzte. Im Jahr darauf fertigte er für die Stadt Wien eine Büste des 1950 verstorbenen sozialdemokratischen Staatspräsidenten Karl Renner an. Begleitet wurde deren Aufstellung von wütenden Protesten einer Gruppe, die sich als „Liga gegen entartete Kunst“ bezeichnete[2].
Professuren in Deutschland und Österreich [Bearbeiten]
Gegendenkmal (Hamburg, 1983-86)
Mahnmal gegen Krieg und Faschismus (Wien, 1988)
* 1971–73: Professor für Bildhauerei, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
* 1973–75: Professur, Hochschule für bildende Künste Hamburg
* 1975–86: Professor für Bildhauerei, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
* 1986–89: Professor für Bildhauerei, Universität der Künste Berlin
* 1989: Berufung an die Universität für angewandte Kunst Wien
In den anderthalb Jahrzehnten seines Stuttgarter Lehramts - er war auch für die Dauer seiner Hamburger Lehrtätigkeit, an der Stuttgarter Akademie „beurlaubt“, Mitglied des dortigen Lehrkörpers - entwickelte er unter schwierigen räumlichen und ausstattungsmäßigen Verhältnissen seine Klasse für Figuratives Gestalten zu einem Anziehungspunkt für zahlreiche Studierende. Keineswegs im akademischen „Elfenbeinturm“ verharrend, partizipierte er und ließ seine Studierenden am Kunstleben des Landes teilnehmen, so dass die Stuttgarter Jahre Alfred Hrdlickas einen ganz eigenen Beitrag zur jüngeren Kunstgeschichte Baden-Württembergs darstellen.
Über seine Verbundenheit zu Deutschland, wo er nach eigenen Angaben öfter Ausstellungen hatte als irgendwo sonst, sagte er nach einem „Anschluss“ gefragt: „Deutschland und Österreich, ein großes deutsches Sprachgebiet, wäre mir sehr Recht, denn das ist mein Arbeitsgebiet“[3] und präzisiert: „Ich bin ein Großdeutscher, aber kein Nazi“[4][5]. In den 1970er- und 1980er-Jahren entstanden in Deutschland, wie auch in Österreich, hier meist in Wien, eine Reihe von Hrdlickas bedeutendsten Werken. Bereits 1968 begonnen, stellte er 1972 den Bilderzyklus Plötzenseer Totentanz im evangelischen Gemeindezentrum nahe der Gedenkstätte Plötzensee fertig, wo der Opfer des Nationalsozialismus im ehemaligen Strafgefängnis Berlin-Plötzensee gedacht wird. Von 1983 bis 1986 schuf er am Hamburger Dammtor das Gegendenkmal, dessen zwei Teile Hamburger Feuersturm und Untergang der KZ-Häftlinge im Kontrast zu dem in den 1930er-Jahren errichteten Kriegerdenkmal stehen.
Daneben fertigte er weiterhin viel beachtete Zyklen von Zeichnungen und Radierungen unter anderem zur Französischen Revolution, über Fritz Haarmann, Franz Schubert, Richard Wagner, Leo Tolstoi, Auguste Rodin, Piet Mondrian und Pier Paolo Pasolini an.
1988 wurde auf dem Albertinaplatz in Wien das Mahnmal gegen Krieg und Faschismus errichtet. Hrdlicka selbst bezeichnete es als sein wichtigstes Werk.[6] Wie schon bei früheren Arbeiten von ihm, wurde auch die Aufstellung des Mahnmals von heftigen Anfeindungen begleitet. Kritisiert wurde es von verschiedenen Seiten. So stießen sich die Einen an der Positionierung eines Denkmals, das vor allem auch an die Zeit der Herrschaft des NS-Regimes in Österreich erinnert, an einem so prominenten und zentralen Ort direkt neben der Wiener Staatsoper. Von Anderen wurde die Widmung an „alle Opfer des Krieges“ kritisiert, auch weil auf einer der Skulpturen ein gefallener Wehrmachtssoldat mit Kübelhelm auf dem Boden liegend dargestellt wird. Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde, auch Simon Wiesenthal, setzten sich daraufhin für ein weiteres Mahnmal ein, das als Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Schoah (Rachel Whiteread, 2000) auf dem Judenplatz errichtet wurde.
Späte Jahre [Bearbeiten]
Orpheus I (Wien, 2008)
Ab 1989 lebte und arbeitete Alfred Hrdlicka wieder ganz in Wien. Er war mit der Künstlerin Angelina Siegmeth verheiratet. Seine erste Frau Barbara starb 1994. Als sich 1999 seine Geliebte Flora das Leben nahm, machte ihn dieses Trauma mehrere Jahre lang arbeitsunfähig. Sein Galerist war seit Mitte der 1970er Jahre der Wiener Kunsthändler Ernst Hilger.[7]
Weltanschaulich blieb Hrdlicka zeitlebens dem Kommunismus verbunden und trat vehement gegen Faschismus und Antisemitismus auf. Zwar bezeichnete er sich immer wieder gerne als „Uraltstalinist“, was immer wieder zu kontroversen Diskussionen führte, und war zeitweise Vorstandsmitglied der „Gesellschaft zur Förderung der Beziehungen zur Koreanischen Demokratischen Volksrepublik“, trat aber schon 1956, als die sowjetische Armee den Ungarischen Volksaufstand gewaltsam niederschlug, aus der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) aus[6]. Bei der Nationalratswahl in Österreich 1999, in den Jahren des Erstarkens der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) unter Jörg Haider, trat er wiederum als Spitzenkandidat der KPÖ in Kärnten an. Nach seinen Angaben war die Gründung der deutschen Partei Die Linke am 16. Juni 2007 seiner Vermittlung zu verdanken. Im Jahr 2000 brachte er die Politiker Gregor Gysi und Oskar Lafontaine zu einem Abendessen in Saarbrücken zusammen.[4] Lafontaine bestätigte später Hrdlickas Initiative.[8] 2009 zeigte Ralf Bußmer, der scheidende Bürgermeister von Wittlich (Rheinland-Pfalz, Deutschland), Hrdlicka auf Grund eines Leserbriefes wegen „Volksverhetzung, Verleumdung und Beleidigung“ an. Anlass für den Brief war die Streichung der Kulturamtsleiterstelle in der Stadt durch Bußmer gewesen, wodurch Justinus Maria Calleen dieses Amt verlieren sollte, was Hrdlicka auf dessen Bemühung um „Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit und lebendige Erinnerungsarbeit“ zurückführte, wodurch er sich in seiner Sicht bestätigt sah, dass „50 Prozent der Deutschen und Österreicher noch immer Faschisten und Antisemiten“ seien. Die zuständigen Politiker bezeichnete er als „Blockwarte der Kunst“[9] Zu dem Zeitpunkt, als die Trierer Staatsanwaltschaft sich an jene in Wien wandte, war Hrdlicka aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr vernehmungsfähig.[10]
Obwohl überzeugter Atheist[6] schuf er immer wieder Arbeiten mit religiösem Bezug und im Rahmen sakraler Bauwerke. 2009 entstand, als eines seiner letzten Werke, ein Bronzerelief zu Ehren der 1943 wegen „Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat“ hingerichteten und 1998 seliggesprochenen Ordensfrau Schwester Restituta, das in der Barbarakapelle im Wiener Stephansdom Wien zu sehen ist.
Ehrungen und Orden nahm Hrdlicka prinzipiell keine an.[4] Wegen verschiedener Berufskrankheiten sowie eines Schlaganfalls konnte er in den letzten Jahren nur noch zeichnen. Bandscheibenprobleme hinderten ihn an der weiteren Ausübung der Steinbildhauerei und er widmete sich verstärkt der Arbeit an Bühnenbildern.
http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Hrdlicka
Damit hat die Bildhauerei nicht nur in Europa ihr Ende gefunden. Behaupte ich. Dass ohne den Alfred Hrdlcka in diesem uralten Metier und Handwerk nicht nur nichts besseres mehr nachkommt, sondern bestenfalls Ähnliches oder halt eben in der Regel bloß noch Kitsch nach Erfolgs-Schema F von Schweinepriestern für Schweinepriester geliefert wird, kann sich jeder am Beispiel dieses tollpatschigen Mozart-Gusses anschauen, mit dem sich ein Herr Markus selbsternannter Malerfürst Lüpertz, die Stadtverwaltung Salzburg in Kooperation mit den ihnen zuarbeitenden Kulturbetriebsnudeln ein geradezu brutal ehrliches Denkmal ihrer himmelschreienden Geschmack- und Talentlosigkeit errichtet haben.
Dass dem alte Hrdlcka in den letzten Jahren die Kraft ausging, mit der er mehr als sechzig Jahre lang ebenso unbeirrt wie unbestechlich die drei vier Grundwahrheiten über Leben und Tod, Menschen und die Verhältnisse, in denen sie gezwungen sind zu existieren mit Hammer und Meißel in den Granit gezeichnet hat, war an seinem Schweigen zu dieser demonstrativen Blödheit eines Piefke abzusehen, kann, darf und soll aber nicht heißen, dass die Art KRITIK und WISSEN, die dieser Mann verkörpert hat mit ihm gestorben ist. Im Gegenteil! Dass sich gebildete Menschen mit Sinn und Verstand an den Alfred Hrdlcka auch in zweihundert Jahren noch erinnern werden, wenn sich für Schein- und Schwindelexistenzen wie diesen korrupten Graf Lamsdorf und ihre windigen Kumpaneien nur noch ein paar Fachhistoriker für Neuere Deutsche Staatskriminalität interessieren, wenn überhaupt noch ein Hahn nach solchen zu Lebzeiten groß in Szene gesetzten professionellen Lügner und Betrüger kräht – oder fragt inzwischen auch nur ein Schwein nach Typen wie dem Herrn Brentano oder die seinerzeit Großer Staatsmann genannte Pfeife Möllemann – dafür lege ich meine Hand ins Feuer.
Und übrigens: Den Hosenscheißern dieser Welt ins Stammbuch geschrieben: Wenn ihr schon so smart seid und rumerzählt, dass ihr jetzt auch zu Tschibo geht und euch dort eure Fließ-Jacken kauft, vergesst doch mal kurz eure Blödheit und kauft euch mal richtigen Kaffee, zum Beispiel die Wiener Mischung von Tschibo – in eurer Welt und für Sparkassen-Konsumenten wie euch von Tschibo Wiener Melange getauft. Glaubt mir. Echt guter Kaffee. Und nicht nur eure Küchenwohnung, sogar das ganze Treppenhaus der Immobilie dessen Eigentümern ihr gern und selbstbewusst den modernen Sklaven macht (Dienstleistungs- aka Informationsgesellschaft), duftet. Und zwar ausnahmsweise fremd, nämlich nach Kaffee und nicht nach Hausstaub, Reinigungsmittel, Schweiß und Kinderkacke.
Leben [Bearbeiten]
Kindheit und Jugend [Bearbeiten]
Aufgewachsen ist Alfred Hrdlicka im anfangs „Roten Wien“, in der politisch unruhigen und von auch gewalttätigen Kämpfen zwischen sozialistischen und konservativen, zunehmend auch nationalsozialistischen Gruppierungen und Parteien geprägten Ersten Republik Österreich. Schon früh wurde er durch seinen Vater, einen Kommunisten und Gewerkschaftsfunktionär, für politische Fragen sensibilisiert. Bereits 1933, als Fünfjähriger, begleitete er ihn, der mehrmals verhaftet wurde, beim Verteilen von Flugblättern im Arbeiterbezirk Floridsdorf[1]. Mit sechs Jahren erlebte er eine erste Hausdurchsuchung, bei der er von der Polizei verprügelt wurde. Als Zehnjähriger war er Zeuge des „Anschlusses“ Österreichs an das Deutsche Reich.
Die Jahre der NS-Herrschaft und den Zweiten Weltkrieg überlebten sein Vater, der zeitweilig Zwangsarbeit in einer Strafkompanie der „Organisation Todt“ leisten musste, und er durch Abtauchen in die Illegalität. Alfred Hrdlicka entzog sich so 1944 dem Kriegsdienst. Bei einem befreundeten Zahntechniker, der ihn auch vorübergehend versteckte, konnte er eine zweieinhalbjährige Lehre machen. Sein älterer Bruder war als Soldat der Wehrmacht vor Leningrad gefallen.
Hrdlicka war ein talentierter Schachspieler. Das Spiel erlernte er während der illegalen Zusammenkünfte seines Vaters mit seinen Mitkämpfern in Kaffeehäusern und Beisln, wo er als Alibi bei Kontrollen diente. 1953 nominierte ihn Österreich für die Studenten-Schachweltmeisterschaft in Brüssel.
Studium und erste Erfolge [Bearbeiten]
Karl-Renner-Büste (Wien, 1967)
Von 1946 bis 1952 studierte Hrdlicka Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Albert Paris Gütersloh und Josef Dobrowsky. Darauf folgte von 1953 bis 1957, ebenfalls an der Akademie, ein Studium der Bildhauerei bei Fritz Wotruba. 1960 hatte er zusammen mit Fritz Martinz seine erste Ausstellung „Skulptur, Malerei und Grafik“ in der Wiener Zedlitzhalle.
International bekannt wurde er 1964, als er gemeinsam mit Herbert Boeckl Österreich auf der 32. Biennale in Venedig vertrat. 1966 erlebte Hrdlicka erstmals die Welt psychisch kranker Menschen. Er wurde von diesen Begegnungen dermaßen nachhaltig beeindruckt, so dass er sich fortan immer wieder mit dem Leid dieser Menschen, später mit Leid, Angst, Schmerz und der Bedrohung des Menschen schlechthin, künstlerisch auseinandersetzte. Im Jahr darauf fertigte er für die Stadt Wien eine Büste des 1950 verstorbenen sozialdemokratischen Staatspräsidenten Karl Renner an. Begleitet wurde deren Aufstellung von wütenden Protesten einer Gruppe, die sich als „Liga gegen entartete Kunst“ bezeichnete[2].
Professuren in Deutschland und Österreich [Bearbeiten]
Gegendenkmal (Hamburg, 1983-86)
Mahnmal gegen Krieg und Faschismus (Wien, 1988)
* 1971–73: Professor für Bildhauerei, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
* 1973–75: Professur, Hochschule für bildende Künste Hamburg
* 1975–86: Professor für Bildhauerei, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
* 1986–89: Professor für Bildhauerei, Universität der Künste Berlin
* 1989: Berufung an die Universität für angewandte Kunst Wien
In den anderthalb Jahrzehnten seines Stuttgarter Lehramts - er war auch für die Dauer seiner Hamburger Lehrtätigkeit, an der Stuttgarter Akademie „beurlaubt“, Mitglied des dortigen Lehrkörpers - entwickelte er unter schwierigen räumlichen und ausstattungsmäßigen Verhältnissen seine Klasse für Figuratives Gestalten zu einem Anziehungspunkt für zahlreiche Studierende. Keineswegs im akademischen „Elfenbeinturm“ verharrend, partizipierte er und ließ seine Studierenden am Kunstleben des Landes teilnehmen, so dass die Stuttgarter Jahre Alfred Hrdlickas einen ganz eigenen Beitrag zur jüngeren Kunstgeschichte Baden-Württembergs darstellen.
Über seine Verbundenheit zu Deutschland, wo er nach eigenen Angaben öfter Ausstellungen hatte als irgendwo sonst, sagte er nach einem „Anschluss“ gefragt: „Deutschland und Österreich, ein großes deutsches Sprachgebiet, wäre mir sehr Recht, denn das ist mein Arbeitsgebiet“[3] und präzisiert: „Ich bin ein Großdeutscher, aber kein Nazi“[4][5]. In den 1970er- und 1980er-Jahren entstanden in Deutschland, wie auch in Österreich, hier meist in Wien, eine Reihe von Hrdlickas bedeutendsten Werken. Bereits 1968 begonnen, stellte er 1972 den Bilderzyklus Plötzenseer Totentanz im evangelischen Gemeindezentrum nahe der Gedenkstätte Plötzensee fertig, wo der Opfer des Nationalsozialismus im ehemaligen Strafgefängnis Berlin-Plötzensee gedacht wird. Von 1983 bis 1986 schuf er am Hamburger Dammtor das Gegendenkmal, dessen zwei Teile Hamburger Feuersturm und Untergang der KZ-Häftlinge im Kontrast zu dem in den 1930er-Jahren errichteten Kriegerdenkmal stehen.
Daneben fertigte er weiterhin viel beachtete Zyklen von Zeichnungen und Radierungen unter anderem zur Französischen Revolution, über Fritz Haarmann, Franz Schubert, Richard Wagner, Leo Tolstoi, Auguste Rodin, Piet Mondrian und Pier Paolo Pasolini an.
1988 wurde auf dem Albertinaplatz in Wien das Mahnmal gegen Krieg und Faschismus errichtet. Hrdlicka selbst bezeichnete es als sein wichtigstes Werk.[6] Wie schon bei früheren Arbeiten von ihm, wurde auch die Aufstellung des Mahnmals von heftigen Anfeindungen begleitet. Kritisiert wurde es von verschiedenen Seiten. So stießen sich die Einen an der Positionierung eines Denkmals, das vor allem auch an die Zeit der Herrschaft des NS-Regimes in Österreich erinnert, an einem so prominenten und zentralen Ort direkt neben der Wiener Staatsoper. Von Anderen wurde die Widmung an „alle Opfer des Krieges“ kritisiert, auch weil auf einer der Skulpturen ein gefallener Wehrmachtssoldat mit Kübelhelm auf dem Boden liegend dargestellt wird. Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde, auch Simon Wiesenthal, setzten sich daraufhin für ein weiteres Mahnmal ein, das als Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Schoah (Rachel Whiteread, 2000) auf dem Judenplatz errichtet wurde.
Späte Jahre [Bearbeiten]
Orpheus I (Wien, 2008)
Ab 1989 lebte und arbeitete Alfred Hrdlicka wieder ganz in Wien. Er war mit der Künstlerin Angelina Siegmeth verheiratet. Seine erste Frau Barbara starb 1994. Als sich 1999 seine Geliebte Flora das Leben nahm, machte ihn dieses Trauma mehrere Jahre lang arbeitsunfähig. Sein Galerist war seit Mitte der 1970er Jahre der Wiener Kunsthändler Ernst Hilger.[7]
Weltanschaulich blieb Hrdlicka zeitlebens dem Kommunismus verbunden und trat vehement gegen Faschismus und Antisemitismus auf. Zwar bezeichnete er sich immer wieder gerne als „Uraltstalinist“, was immer wieder zu kontroversen Diskussionen führte, und war zeitweise Vorstandsmitglied der „Gesellschaft zur Förderung der Beziehungen zur Koreanischen Demokratischen Volksrepublik“, trat aber schon 1956, als die sowjetische Armee den Ungarischen Volksaufstand gewaltsam niederschlug, aus der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) aus[6]. Bei der Nationalratswahl in Österreich 1999, in den Jahren des Erstarkens der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) unter Jörg Haider, trat er wiederum als Spitzenkandidat der KPÖ in Kärnten an. Nach seinen Angaben war die Gründung der deutschen Partei Die Linke am 16. Juni 2007 seiner Vermittlung zu verdanken. Im Jahr 2000 brachte er die Politiker Gregor Gysi und Oskar Lafontaine zu einem Abendessen in Saarbrücken zusammen.[4] Lafontaine bestätigte später Hrdlickas Initiative.[8] 2009 zeigte Ralf Bußmer, der scheidende Bürgermeister von Wittlich (Rheinland-Pfalz, Deutschland), Hrdlicka auf Grund eines Leserbriefes wegen „Volksverhetzung, Verleumdung und Beleidigung“ an. Anlass für den Brief war die Streichung der Kulturamtsleiterstelle in der Stadt durch Bußmer gewesen, wodurch Justinus Maria Calleen dieses Amt verlieren sollte, was Hrdlicka auf dessen Bemühung um „Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit und lebendige Erinnerungsarbeit“ zurückführte, wodurch er sich in seiner Sicht bestätigt sah, dass „50 Prozent der Deutschen und Österreicher noch immer Faschisten und Antisemiten“ seien. Die zuständigen Politiker bezeichnete er als „Blockwarte der Kunst“[9] Zu dem Zeitpunkt, als die Trierer Staatsanwaltschaft sich an jene in Wien wandte, war Hrdlicka aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr vernehmungsfähig.[10]
Obwohl überzeugter Atheist[6] schuf er immer wieder Arbeiten mit religiösem Bezug und im Rahmen sakraler Bauwerke. 2009 entstand, als eines seiner letzten Werke, ein Bronzerelief zu Ehren der 1943 wegen „Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat“ hingerichteten und 1998 seliggesprochenen Ordensfrau Schwester Restituta, das in der Barbarakapelle im Wiener Stephansdom Wien zu sehen ist.
Ehrungen und Orden nahm Hrdlicka prinzipiell keine an.[4] Wegen verschiedener Berufskrankheiten sowie eines Schlaganfalls konnte er in den letzten Jahren nur noch zeichnen. Bandscheibenprobleme hinderten ihn an der weiteren Ausübung der Steinbildhauerei und er widmete sich verstärkt der Arbeit an Bühnenbildern.
http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Hrdlicka
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