Donnerstag, 29. Oktober 2009
Der Chef-Interviewer der ARD, dem die Merkel gestern vor und nach den Pokal-Spielen die neue Regierung von Schwarz-Geld erklärte, schreibt sich Deppendorf. Noch Fragen?

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Samstag, 24. Oktober 2009
DOKUMENT

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Freitag, 4. September 2009
DER SPIEGEL
Kann irgendein Kindergärtner den Spiegel-Reportern mal erklären, dass Foltergeschichten keine Nachrichten sind, sondern Schauermärchen, die seit 1823 als Mittel der politischen Propaganda eingesetzt werden dürfen, nachdem sogar Metternich das Bedürfnis der Untertanen nach Aufklärung über die Gesetze der Zensur gestellt hat?

Und by the way. Sagt diesen Dummköpfen vom Spiegel, dass sie nicht ausgerechnet stories von US-Folterkellern auf die Startseite werfen sollen, deren einziger Informationswert in der Frage besteht, warum dieses deutsche Nachrichten-Magazin ausgerechnet jetzt, ausgerechnet dieses Schauermärchen aus dem Schrank holt, in dem etwa 25ooo solcher Reportagen seit 1973, abgeheftet unter USA/BRD/UNO darauf warten, bei Bedarf verwertet zu werden.

Mehr Sorgfalt, ihr Arschlöcher! So wird das nix mehr mit Agenda-Setting, Gate-Keeping und der Verwaltung der Deutungshoheit was jetzt ein Leitmedium ist und was ein Haufen nur im networking talentierter Dummköpfe.

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Montag, 6. Juli 2009
GLATTE LÜGE
Der SPIEGEL schreibt, munitioniert von einem abhängigen Trottel namens Jonathan Fescher:"Die Bedienung nennt ihre Gäste grundsätzlich Baby und stellt Riesenbecher mit Eistee auf die Plastiktischdecken. Rundherum Kunststoffstühle, Trockenblumen, ein fettiger Ventilator in der Ecke: Charles' Southern Style Kitchen an der 151. Straße in Harlem erinnert äußerlich eher an eine schäbige Familienküche denn an die Edelrestaurants von downtown. Und doch: Fast immer gibt es Gedränge vor der gläsernen Eingangstür mit der aufgeklebten Schrift: "12,99 Dollar pro Person. All you can eat."

Wer auch nur einmal in Amerika war, weiß, dass diese Beschreibung falsch ist. Die Bedienung nennt ihre Gäste grundsätzlich nicht Baby, denn eine Bedienung gibt es in den USA nicht. Es gibt Service und Kräfte. Und es gibt bei den Leuten, die Arschlöcher wie diesen Jonathan Fischer bedienen müssen, genau zwei Reaktionen: Erstens: Ist er bewaffnet? Kann er mir was tun, muss ich Angst haben? Oder: Was will der von mir? Warum quatscht der mich von der Seite an, gibt es hier eine versteckte Kamera? Alles andere (seine Obma-Story, und was Obama gerne isst) hat sich dieser Trottel, oder der Trottel der die zwei Seiten Text für den SPIEGEL eingekauft hat, frei erfunden. Glatt erlogen.

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Dienstag, 21. Oktober 2008
Retardierende Momente
Grandmaster!

Können Sie mir mal kurz helfen. In der hiesigen Presse explodiert gerade ein komischer neuer Terminus. Sagt Ihnen in der Hewivewung das Wort WIRTSCHAFTSREGIERUNG was?
Laut Presseberichten hat ihn der bekanntlich zuletzt ein wenig größenwahnsinnig geratene Zwerg-Konservative, der gerade Frankreich regiert heute mittag erfunden und offenbar will er, dass das sofort in ganz Europa eingeführt wird, also eine WIRTSCHAFTSREGIERUNG.

Wissen Sie, was der Westentaschen-Angeber damit meinen könnte?

In Le Monde, einer seiner Hauspostillen, ist ein entsprechender Artikel mit dem tollen Satz Nicolas Sarkozy veut un gouvernement économique pour la zone euro überschrieben, was einen zwar sofort an den alten Bonaparte erinnert oder eben an irgend einen Irren, der sich für Napoleon hält und sein hospitale mit einer Grande Nation verwechselt, die den Fürstenhäusern Europas gerade den Code Civile beibringt, was jetzt aber auch nicht wirklich erklärt, was uns das Wort WIRTSCHAFTSREGIERUNG sagen soll, abgesehen davon, dass der deutsche Journalismus offenbar noch schlechter Französisch kann als ich, der ich seit fünfzehn Jahren nicht mehr in Frankreich war und dort auch nur bonmots ausgetauscht und dünnes, warmes Bier getrunken habe.

Wenn schon dumpf wörtlich übersetzen, dann bitte Wirtschaftsregime, Damen und Herren, oder eben halt gleich zentralistische Planwirtschaft durch staatliche EU-Preispolitik wie es der französischen Regierung, die weder Landesbanken noch föderalistisch geregelte Sonderinteressen und –Vermögen kennt, gerade in den Kram passt – wenn ihr dem Sire Sarkozy schon ans Bein pissen wollt, weil er die Bundesregierung am Nasenring auf den Tanzboden der polit-ökonomischen Tatsachen zieht, die nicht nur ihm von den Herren Paulson und Bernanke vorgegeben werden.

Oder wissen Sie, Grandmaster, oder sonst ein Experte aus der Herrschaftswissensverwaltung was ich unter einer WIRTSCHAFTSREGIERUNG zu verstehen habe?

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Sonntag, 12. Oktober 2008
HELIX AUSTRIA – unfertige Ruine kaputte Fassung
Helix Austria


Die Bundesrepublik Österreich, Heimstatt der Größten und Populärsten unserer jetzt auch schon weit über 250 Jahre alten bürgerlichen Kulturalala Europalala, Erbsachwalterin ihrer kostbarsten Klassiker von den in Butterschmalz gebackenen Hendeln, dem im Gewürzsud gekochten ganzen Rindfleischmuskel, dem Zweispänner, der Mozartkugel, der Quintenharmonik sowie allerlei davon abgeleiteter Synfonik incl. Kunstlied, Zwölftonmusik, vielerlei Opernwerk und Operetten, ferner Hofreitschule, Sängerknaben, Weltliteraten, Wiener Aktionisten, Linzer&Sacher Torten, Weltschauspielern à la Werner, Quasi und Hans Hölzl – und darüberhinaus zuletzt auch noch jüngster und erfolgreichster emerging market für auf Pump finanzierte Finanzierungen zahlloser Eigentumswohnungen, Reihenhaussiedlungen und Auto- sowie Drogengeldwaschanlagen aller Art südlich und nördlich der Alpen, von München bis Tirana, hatte gestern echt Grund zu trauern.

Ihre Fußballnationalmannschaft schaffte in einem Qualifikationsspiel um die Teilnahme an der 2010 in Afrika auszutragenden Endrunde der Weltmeisterschaft (WM) obwohl hoch favorisiert lediglich ein dürftiges Unentschieden gegen eine Auswahl von in ihrer Freizeit kickenden Nebenberufsfischereiwirten, Polizisten und Friseuren, die als das Nationalteam der Faröer Inseln auf den Faröer Inseln wegen besagter Weltmeisterschaftsendrundenzurnierzulassung gegen sie angetreten war. Und als ob das klägliche Unentschieden nicht schlimm und allein schon traurig genug gewesen wäre, konnten die Österreicherinnen und Österreicher das erschütternde Abschneiden ihrer Mannschaft noch nicht mal wie gewohnt live in ihrem ORF mitverfolgen, da die Übertragung des Spiels nach dem Bankrott des in Island ansässigen ORF-Vertrags-Partnersenders wenige Stunden vor dem Anpfiff der Begegnung abgesagt werden musste und also ausfiel. Erst Stunden später konnte sich das österreichische Publikum von einer im ORF gesendeten Aufzeichnung der sogenannten Höhepunkte der Begegnung davon überzeugen lassen, dass sich die Elf, die ihren Namen trägt (frei nach DJ Ötzi) nun also zum zweiten Mal auf den Faröer Inseln gegen elf Friseure, Sportstudenten und Feuerwehrleute von den Faröer Inseln tatsächlich blamiert hat und dieses in den Nachrichten gemeldete Unentschieden at the end of the day leider doch kein schlechter Schmäh sie eventuell pflanzen haben wollender ModeratorInnen (syntaktisches special, dazu später) gewesen war, wie viele Fußballinteressierte glaubten, sondern die echte, die bittere Wahrheit.

Und dabei hatte dieser gestrige für den österreichischen Fußball und für den ORF so böse verlaufende Samstag gleich ganz unerhört böse angefangen. Schon in den frühen Morgenstunden mussten die Bürgerinnen und Bürger aus ihren Radios und Fernsehern erfahren, dass einer ihrer erfolgreichsten und populärsten Berufspolitiker völlig unerwartet soeben, d. h. um kurz nach eins in der Nacht auf tragische Weise ums Leben gekommen war.

Dr. Jörg Haider, nämlich, 58, und der Landeshauptmann des Bundeslandes Kärnten hatte sich nämlich gegen etwa ein Uhr früh auf dem Weg von einer politischen Veranstaltung zu seinem Geburtsort, wo er mit seiner Mutter ihren 90en Geburtstag feiern wollte, mit seinem Phaeton darennd. Es had ihn gstangld, aufgestelld und hoamdrahd, wie man in der Sprache der Grillparzers und Gusenbauers sagd.

Noch weiß tout Österreich nichts Genaueres über den Hergang dieses tödlich geendet habenden Verkehrsunfalls (syntaktisches spezial, siehe gleich unten), nimmt aber an und geht vorsichtshalber mal davon aus, dass Dr. Haider während und im Zuge seines wie immer unermüdlichen, ja eben doch selbstaufopfernden Einsatzes als Landeshauptmann Kärntens für Kärnten verunglückt sein muss.

Ein Sprecher der Österreichischen Volkspartei kommentierte jedenfalls die Nachricht vom Unfalltod Haiders mit dem Satz, er sei, Zitat – schockiert und zutiefst bewegt von den sich plötzlich wieder einmal überschlagen habenden Ereignissen – Zitat Ende. Und ein politischer Vertrauter des toten Landeshauptmannes gab an, in Kärtnen sei die Sonne vom Himmel gefallen und es wären die Uhren stehen geblieben heute Nacht.


Die Sonne, die in Kärnten vom Himmel fiel. Sich plötzlich wieder einmal überschlagen habende Ereignisse. Große, ganz große Worte bzw. syntaktische Geschöpfe

Nun aber wieder zurück und zur Sache.

Dr. Jörg Haider, wie gesagt Landeshauptmann des Bundeslandes Kärnten verstarb sozusagen in Ausübung seines Amtes, als er das Modell Phaeton der innovativen Produkt-Reihe "Sportpremiumlimousinen" der Volkwagen Werke AG auf seine Tauglichkeit als Dienstfahrzeug der Kärtner Landesregierung einem praktischen Stresstest unterzog. Mit einer Geschwindigkeit von ca. 142 km/h auf eine geschlossene Ortschaft zusteuernd versuchte Dr. Haider einem Hindernis durch ein klassisches Überholmanöver auszuweichen, was offenbar misslang.

Nach Angaben der Behörden hatte Dr. Haider dem Hindernis mit dem Phaeton zwar durch sein schnelles Überholen ausweichen können, nur gelang es ihm nicht den Phaeton wieder zurück in die gerade Spur zu steuern. Vielmehr geriet der Phaeton dem Landeshauptmann wohl mit dem rechten Vorderrad auf kiesiges Bankett und dann auch sofort außer Kontrolle, sodass der Phaeton dann führerlos erst eine Schneise durch die Gebüsche und Rabatten am Fahrbahnrand riss bis er schließlich wahrscheinlich eh nur Bruchteile einer Sekunde später seitlich eine betonierte Grundstücksgrenzmarkierung touchierte, was das Schicksal des Dr. Haider sozusagen endgültig besiegelte.

Der Phaeton wurde bei einer Geschwindigkeit von wahrscheinlich immer noch mindestens 120 km/h durch die seitliche Stoßwirkung des Betonpfeilers ruckartig quer zur Fahrtrichtung gedreht und in dieser Lage zurück auf die Fahrbahn geschleudert, wo er dann auch sich mehrmals überschlagend schließlich auf den Rädern zu liegen kam.


Der nach der Drehung hilflos im Wagen sitzende Landeshauptmann wurde während die Druckluft in die Airbags schoss und der Phaeton sich überschlagend mindestens einmal – sagen Sie, wollen Sie das jetzt wirklich so genau wissen? – mit dem Dach frontal auf die Fahrbahn geprallte – das hat ja schon beinah was Nekro – von dem durch den Aufprall nach innen gedrückten Chassis – gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen – in Kopf- und Brusthöhe gleichsam zerquetscht. Na Servas.


Landeshauptmann Dr. Jörg Haider erlag dann auch kurz nach dem Eintreffen der „Rettung“ ( „Sanka“) seinen schweren inneren und äußeren Verletzungen.

Die halbe für ihre enorme Begeisterung für den Automobilrennsport bekannte Bevölkerung Österreichs steht jetzt natürlich vor der Frage, wie man einen Phaeton verkaufen kann – ohne serienmäßig eingebauten Überrollbügel! Das ist ja fast Mord!


Jörg Haider entstammt einer auch nach der bedingungslosen Kapitulation des sogenannten Dritten Reiches von den politischen Idealen der SS überzeugten und sich Zeit ihres Lebens offen zum Nationalsozialismus bekennenden Kleinfamilie. Er wuchs unter kleinbürgerlichen Verhältnissen an der Ostgrenze Österreichs zur damals noch bestehenden Bundesrepublik Jugoslawien, dem heutigen Slowenien auf. Nach seiner Promotion zum Doktor jur im Jahre 1974 gelang ihm eine Bilderbuch-Karriere. Gefördert von renommierten Honoratioren der juristischen Fakultät der Wiener Universität und protegiert von eben so renommierten Erben von 1933 bis 1945 zu Reichtum und und Ruhm gelangter Adelshäuser und Industriedynastien wurde er schon als junger Mann zum Führer der Freiheitlichen Partei Österreichs delegiert und kurze Zeit später dann zum Kärntner Landeshauptmann gewählt.

In seiner Funktion als Führer der FPÖ und Chef der Kärtner Landesregierung verschaffte der Dr. Haider zahlreichen Funktionären der vielen von ihm persönlich ins Leben gerufenen Jugend-Organisationen und Clubs seiner Partei Posten und Ämter in halbstaatlichen und auch staatlichen Betrieben und Verwaltungen. So wurden aus Bacherlor-Studenten der Universität Klagenfurt Staatssekretäre und Minister, die neben ihrer Parteimitgliedschaft und einem Gewerbeschein bestenfalls ein Auslands-Praktikum als persönlicher PR-Assistent eines österreichischen Industriellen vrweisen konnten, wie Karl-Heinz Grasser zum Beispiel.
Der ging dann auch als jüngster Finanzminister in die Geschichte Österreichs ein ein, obwohl oder womöglich gerade weil er während seiner nur wenige Monate dauernden Amtszeit innovative Begriffe wie ein theoretisches Null-Defizit erfand, um den Erfolg der von ihm getroffenen Entscheidung zu erklären, praktisch den gesamten Bestand an Vermögenswerten der Republik Österreich an private Unternehmen zu veräußern und im Gegenzug kredit-basierte Inhaberschuldverschreibungen dieser Unternehmen gegenüber dem Fiskus als Zahlungsmittel zu akzeptieren, die, wie sich in diesen Tagen und Wochen zeigt, sich als nicht nur nicht erbringlich erweisen, sondern seinen Nachfolger im Amt dazu zwingen Kapital nachzuschießen

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Samstag, 4. Oktober 2008
Kein Humor mehr aufm Strich
Der Joachim Lottmann verbreitet in seinem taz-Blog wieder mal nur Langeweile. Das ist einem anderen Leser auch aufgefallen, und er hat der alten Betriebsnudel gleich einen kleinen Kommentar geschenkt. Nämlich den:


Liest eigentlich irgendwer außer mir dies insuffiziente Geleier eines alkoholkranken FDP-Pensionärs? Nein? Ich Idiot!
Herzmanovsky
02.10.2008



Fand ich jetzt zwar nicht sehr sexy und durchdacht. Aber originell. Was ja doch auch selten ist auf der Betriebsnudelseite der Leute unterm Strich.
Dann kam auch folgende Bemerkung von einem lottmann:

Und Bernd Matussek ist Abteilungsleiter bei der Stiftung Warentest.
lottmann
03.10.2008


Und dann Lottmann selbst:

Kommentar zum Kommentar:
Sehr geehrter Herr Schlaegstrohm,
ich finde es respektlos, wie Sie die Lebensleistung eines Mannes herabzuwürdigen versuchen, der in wahrlich schweren Zeiten nach dem Krieg den Liberalismus und die Freie Demokratische Partei in Hamburg mitaufgebaut hat.
Ich nenne Sie nicht Idiot, das haben Sie bereits selbst getan.
Hochachtungsvoll
Joachim Lottmann


Als ich das gelesen hatte, dachte ich, oha, Späße! Jetzt wirds putzig – und hab ihm auch was nettes in sein Kommentarfenster gekritzelt. Aber weil der Betriebsnudelstrich halt keinen Humor kennt, lässt er ihn nicht durchgehen und zeigt an:


THE GREAT GATE Ihr Kommentar bedarf der Moderation.
04.10.2008


Und weil das so ist und mich das ärgert, steht der Schmarrn also hier:

Sehr geehrter Herr Lottman,
stellen Sie sich doch nicht so an. Herr Schlaegstrohm hat doch recht und ist dazu auch noch ehrlich (in seiner Diktion) und hat versucht, nicht zu übertreiben. Sie hingegen… Schwach. Sehr schwach. Fast tot. Wie Matusek


Na ja. Blöder Beitrag. Aber irgendwas Passendes musste dann doch her zu den 18 Jahren
Deutsche Einheit

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Dienstag, 9. September 2008
Dead men walking
Müntefering, Steinmeier, Nales, Wowereit, Struck, Ypsilanti, Scholz, Steinbrück, Donany, Beck, Schmidt, you name them – und kannst sie auch schon nicht mehr sehn.

Nach 1983 werde ich am sounsovielten im September 2008 ein zweites Mal zu einer Wahl gehen (Landtagswahl) und dieses mal die neu antretende Partei Die Linke wählen, dieses mal nicht wegen der Linken, Mehrheiten oder ähnlich demoraktischem Scheiß, sondern nur, um Frau Ude und Herrn Maget nicht mehr im Lokalfernsehen anschauen zu müssen.
Demokratie today.

Cool, routiniert, witzig: Bei seinem Comeback in der Berliner Parteizentrale fand der künftige SPD-Chef Franz Müntefering mühelos in seine alte Rolle zurück. Die Parteilinke beruhigte er mit Beschwichtigungen - doch ihre Forderung nach mehr Führungsämtern bügelte er ab.

Schreibt das SPIEGEL-Team, das sich offenbar diese ihre neue Zombie-Sozialdemokratie erfunden hat, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass die Leser ihren Franz Müntefering doch schon seit Jahren kennen und genau wissen, dass er eben nicht cool, routiniert und witzig ist, sondern sich immer schon Mühe gegeben hat, vor den Kameras des öffentlich-rechtlichen Fernsehens gelungen wirkende Statements abzugeben, die notfalls auch erzreaktionäre Lutheraner akzeptieren.
Aber hey, es ist das SPIEGEL-Team! Dahinter steht die Bild-Zeitung, das BILDblog und der Bertelsmann-Verlag. Die können sich erfinden, was sie wollen.

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Freitag, 1. August 2008
Journalismus, kannst dich brausen
...bekommen sie Luxus pur geboten. First-Class-Kunden können die erste Borddusche im Linienverkehr nutzen. SPIEGEL ONLINE hat die Brause vorab getestet. Von Andreas Spaeth mehr... [ Video | Forum ]
Oder geh scheißen!

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Donnerstag, 17. Juli 2008
Vorschlag
„Berichten des "Handelsblatts" und der "Frankfurt Allgemeinen Zeitung" zufolge sollen die Bilanzregeln dahingehend geändert werden, dass Banken künftig hohe Verluste nicht mehr ausweisen müssen. Das IIF will den Unternehmen das Verschieben von Wertpapierbeständen zwischen unterschiedlichen Bilanzpositionen ermöglichen.

Bisher mussten Banken Papiere, die sie einmal im Handelsbestand gebucht haben, dort bis zum Verkauf belassen und bei Kursverlusten abschreiben, heißt es.

Nach den neuen Plänen dürften sie die Papiere in eine längerfristige Position umbuchen und müssten sie nicht sofort wertberichtigen. Drastische Kursverluste, heißt es in Branchenkreisen, würden somit nicht sofort offenbar.“
(Spiegel online)


Warum eigentlich so kompliziert, Herr Ackermann? Warum benennen Sie nicht einfach Ihre „Kursverluste“ in „Sondervermögen“ um, verbriefen sie in nach Gewinn-Garantie-Klassen strukturierte Wertpapiere und bieten das innovative Finanzprodukt den Pensionskassen als geldwerten Ersatz für Ihre leider geplatzten Zahlungsversprechen an?

Wer so verrückt ist, sich Ihre konstruktiven Vorschläge zur „Regulierung“ der Bilanzen anzuhören, ohne Sie umgehend an den nächsten Arzt zu verweisen, der kauft Ihnen garantiert auch einen zu properties umetikettierten Berg von Schulden ab, solange Sie und Ihre Freunde von der Fachpresse nur oft und laut genug erklären, dass es gut für „die Wirtschaft“ ist, wenn Rentner, Lohnabhängige und Prekäre die Kosten für ihren Unterhalt gefälligst selber zahlen – anstatt Leistungsträgern wie Ihrer Deutschen Bank unnötigerweise die Mittel für den Aufschwung zu entziehen.

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